zurück zur Startseite

 

   

 
     

 

Wer war Schinderhannes?

Schinderhannes wurde 1778 als Sohn eines armen „Wasenmeisters“, d. h. Abdeckers in Mühlen (Miehlen) im Taunus geboren. Seine Laufbahn als Dieb begann im Herbst 1796, als er zusammen mit Johann Nikolaus Nagel einen Hammel stiehlt und in Kirn verhaftet wird. Schinderhannes kann über das Dach des Rathauses fliehen. Als ausgebrochener Dieb war ihm aber die Rückkehr in die bürgerliche Gesellschaft verschlossen.

Schinderhannes war kein politischer Rebell oder gar Freiheitskämpfer. Die Verhältnisse wollte er nicht ändern. Sein Ziel war die persönliche Bereicherung.

Durch massive Drohungen oder Geldzuwendungen hielt er die Bauern und Bürger in den Dörfern in Schach. Von den Bauern benannte Wucherer und Geldschneider überfiel er. Wer nicht überfallen werden wollte, musste sich eine Sicherheitskarte kaufen.

Als im Jahre 1801 Schinderhannes mit seiner Bande den jüdischen Kaufmann Seckel Löw in Staudernheim überfällt, regt sich Widerstand in der Bevölkerung, die dem beliebten Kaufmann mit Waffen zu Hilfe eilt. Schinderhannes merkt, dass seine Zeit vorbei ist. Anfang 1802 versucht er, ein bürgerliches Leben zu beginnen. Am 31. Mai 1802 wird er von einer Polizeistreife kontrolliert. Schinderhannes flieht, wird jedoch von einer berittenen Streife gefasst.

Der Versuch als Soldat unter dem Namen Jakob Schweikard anzuheuern scheitert, weil er verraten wird. Schinderhannes wird zwischen Juni 1802 und März 1803 in Mainz vernommen. Ende Oktober wird die Anklage eröffnet in der Schinderhannes zum Tode verurteilt wird.

Während sich seine Geburt in Miehlen beinahe anonym vollzogen hatte, waren am letzten Lebenstag des Hannes auf einer Anhöhe vor den Toren von Mainz über zehntausend Menschen die Zeugen seines Todes.

Zugegen waren auch zwei Medizinstudenten, die die noch warmen Körper der Enthaupteten für Experimente mit Elektrizität benutzten. 1817 erscheint in England, zunächst anonym, der Roman „Frankenstein“. Die Inspiration zu dem Roman, in dem eine Kreatur aus Leichenteilen geschaffen und mit Strom zum Leben erweckt wird, scheint von der Hinrichtung des Johannes Bückler zu stammen.

Quellen:
Bayerlein, P. (2003): Schinderhannes-Chronik. Von Miehlen bis Mainz. Verlag Ernst Probst, Mainz
Bayerlein, P. (2003): Schinderhannes Ortslexikon. Von Abentheuer bis Züsch. Verlag Ernst Probst, Mainz
Kropp, F.P. (2007): Der Schinderhannes und das Bandenwesen an der Mosel. http://www.net-art.de/kropp/schinder.htm

Wer mehr über Schinderhannes erfahren möchte, dem empfehle ich einen Auftritt von Thelonius Dilldapp zu besuchen.

weitere interessante Seiten:

   
 

 

 

 Aktuell
 
  Spiele
 
  Shop
 
 Links
 
Kontakt / Impressum
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Clicker Spiele - Stephan Riedel ~ Schwemmstr. 3a ~ 64572 Büttelborn ~ Germany ~ info@clicker-spiele.de    05.01.2017